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Captain Restak nach einem Portrait von Linus H.Captain Restak nach einem Portrait von Linus H.

Landung auf dem Planeten

44. Eintrag Message vom Christkind

Veröffentlicht am 14.12.2016

Hallo Ihr treuen und sorgenden Leser und Leserinnen,

die Reaktionen auf das Pausensignal mit integrierten Adventskalender-Link-Türchen war fulminant, um nicht zu sagen frappierend.

Nicht, dass ihr aus diesem aktuellen Schnappschuss, gelungenBeim Sichten der LeserzuschriftenBeim Sichten der Leserzuschriften unserem Fotografen Fredo II, falsche Rückschlüsse ziehen solltet, aber ich habe doch einige Blessuren davongetragen als ich mich schützend vor meine Mauschaft gestellt habe, weil manche Resonanz auf den letzten Blogeintrag etwas heftig war.

Umso mehr gilt unser Dank den großartigen Fähigkeiten der Maskenbildnerin, die es fertigbrachte, mich entsprechend kosmetisch für dieses druckfrische Portrait zum Thema Feste im Jahreslauf herzurichten. Über das Ergebnis bin ich doch einigermaßen stolz…

Im Coca Cola-KostümIm Coca Cola-KostümWas gibt es also Neues? Nun ich habe bei einem Ausflug zu einem befreundeten Sternbild in der Milchstraße das Christkind getroffen und ich kann euch bestätigen, dass die bekannte Gedichtzeile „Denkt euch ich habe das Christkind gesehen, es kam aus dem finsteren Tannenwald und hatte den Hintern voll Hannen Alt…“ keineswegs den Reichen der Fantasie entstammt. Es hatte eine recht spirituöse Fahne, was seiner spirituellen Ausrichtung aber sicher keinen Abbruch tut.

Wie sich herausstellte, bereiten ihm die Entwicklungen auf dem Planeten Erde schon seit vielen Jahren Kopf-, Bauch- und Gliederschmerzen, so dass es zum allabendlichen Genuss von Kräuter-Grog-Mischungen übergegangen ist, um tagsüber nicht allzu groggy zu sein. Irgendwie nachvollziehbar, wie ich finde.

Kurz und gut, Chrissie hatte auch gute Nachrichten im Gepäck, die ich hier kurz auflisten möchte:

- Die internationale Pilotenvereinigung gab bekannt, dass die Piloten weltweit in einen Streik treten werden, wenn der Krieg in Aleppo nicht schnellstmöglich friedlich gelöst und beendet wird. An dieser Stelle wispern Tiger und Mimi fauchend, es würde sich bestimmt um „Fake News“ handeln, also falsche Nachrichten, von denen Donald Trump – oder war es Hilary -> beide blenden uns gleichermaßen mit ihren blonden Helmen - kürzlich sprach. Bitte lasst diese Meldung daher durch eine Realitätsprüfung laufen!

- Es wird an verschiedenen Orten der Erde daran gearbeitet, ausreichend eiweißreiche Nahrung für die gesamte Weltbevölkerung zu produzieren. Erwähnt sei hier beispielhaft das Projekt „Agriprotein“, das einen umweltfreundlichen Kapitalismus propagiert. Aber auch in eurer Nähe gibt es solche tollen Power-Larven-Factories. Wir haben alle davon genascht, und, nun gut, ich sage, an Thunfisch kommen sie geschmacklich nicht ran, aber das kann ja noch werden.

- Die Menschheit ist in diesem Jahr noch einmal haarscharf an der Nominierung zum unmenschlichsten Planeten vorbeigeschrammt, denn nur Sekunden vor der Entscheidung der Jury kam die Meldung rein, dass doch noch nicht alle indigenen Völker kurz vor dem Aussterben stehen und auch der Schutz der Tiere vor Abschlachtung und Ausrottung offenbar auf der Erde großen Auftrieb bekommen hat. Ansonsten habt ihr von Umweltzerstörung, über die Zahlen der Opfer in Krisen- und Kriegsgebieten, bis hin zum Feindbild-Projektions-Barometer alle Kriterien der zugleich übelsten und brutalsten Bewohnerinnen eines Planeten erfüllt. Naja, ich hätte euch den Preis „ÜBrutaLSTE Spezies aller Äonen“ auf jeden Fall gegönnt, immerhin wird er aus leeren Thunfischdosen zusammengeschweißt. Also, haltet euch ran, vielleicht klappt es beim nächsten Mal!

- Und noch was Positives: Es gibt ab und zu Wasser in der Wüste... Dazu eine kleine Geschichte vom Kleinen Prinzen:

<< Ich habe die Wüste immer geliebt. Man setzt sich auf eine Sanddüne. Man sieht nichts. Man hört nichts.

Und währenddessen strahlt etwas in der Stille.

„Es macht die Wüste schön“, sagte der kleine Prinz, „dass sie irgendwo einen Brunnen birgt."

Ich war überrascht, dieses geheimnisvolle Leuchten des Sandes plötzlich zu verstehen. Als ich ein kleiner Knabe war, wohnte  ich in einem alten Haus, und die Sage erzählte, dass darin ein Schatz versteckt sei.

Gewiss, es hat ihn nie jemand gesucht. Aber er verzauberte dieses ganze Haus. Mein Haus barg ein Geheimnis auf dem Grunde seines Herzens…

„Ja“, sagte ich zum kleinen Prinzen, „ob es sich um das Haus, um die Sterne oder um die Wüste handelt, was ihre Schönheit ausmacht, ist unsichtbar!" >>

Aus: Der Kleine Prinz von Antoine de Saint-Exupéry

 

WüsteWüste

 

 

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Hier noch ein paar festliche Lieder, mitsingen ist wie immer erlaubt :-)